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Wirtschaftsbericht

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Lebenswerte Quartiere

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Nach­haltig­keits­­erklärung

VSME C2

So organisieren wir Nachhaltigkeit

Die Verantwortung für die Nachhaltigkeitsthemen und -ziele der GESOBAU ist klar zugeordnet und spiegelt sich in ihrer Organisationsstruktur wider. Mit den Mitarbeitenden des Nachhaltigkeitsmanagements, dem Nachhaltigkeitsausschuss und dem Lenkungskreis sind die Zuständigkeiten auf unterschiedlichen Unternehmensebenen und -bereichen hinweg verankert. Dadurch stellt die GESOBAU sicher, dass die Nachhaltigkeitsstrategie systematisch verfolgt und Maßnahmen konsequent umgesetzt werden.

Die Gesamtverantwortung für das Thema Nachhaltigkeit trägt der Vorstand. Dieser entscheidet über die strategische Ausrichtung und steht in engem Austausch mit dem Aufsichtsrat und dem Land Berlin als alleinigem Anteilseigner des GESOBAU-Konzerns.

Die operative Verantwortung liegt in den einzelnen Fachbereichen der GESOBAU und wird durch das Nachhaltigkeitsmanagement koordiniert. In der Stabsstelle Unternehmenskommunikation verortet, stehen die für Nachhaltigkeit verantwortlichen Personen regelmäßig im direkten Austausch mit dem Vorstand: Die Bereichsleitung der Stabsstelle berichtet direkt an den Vorstand und stimmt Nachhaltigkeitsaktivitäten mit diesem ab. Darüber hinaus berät sie, zusammen mit dem Nachhaltigkeitsmanagement und dem zuständigen Ausschuss, den Vorstand bei strategischen Entscheidungen. Die Mitarbeitenden des Nachhaltigkeitsmanagements betreuen das Nachhaltigkeitsprogramm, leiten die Ausschussarbeit und unterstützen dabei, konkrete Maßnahmen umzusetzen. Darüber hinaus stellen sie sicher, dass etwaige regulatorische Anforderungen eingehalten werden.

Ziel des Nachhaltigkeitsausschusses ist es, zusammen mit der Leitungsebene die nachhaltige Entwicklung der GESOBAU voranzutreiben. Vertreter*innen aller Fachabteilungen kommen im Ausschuss zusammen und entwickeln das Nachhaltigkeitsprogramm unter Berücksichtigung aktueller Diskurse weiter. Zusätzlich legen sie die Inhalte der Nachhaltigkeitsberichterstattung fest und stellen die hierfür notwendigen Daten bereit. Als Botschafter*innen in ihren Fachabteilungen tragen die Mitglieder des Ausschusses aktiv dazu bei, dass Nachhaltigkeit als zentraler Wert im Unternehmen gelebt wird.

Der Lenkungskreis Nachhaltigkeit wurde 2024 einberufen, um Nachhaltigkeitsthemen auf Ebene der Führungskräfte expliziter zu verankern. Dieses Gremium kommt vierteljährlich und bei aktuellen Anlässen zusammen, um sich über relevante strategische und operative Aspekte auszutauschen – etwa über Implikationen der Klimastrategie für einzelne Fachbereiche. Das Nachhaltigkeitsmanagement arbeitet zudem eng mit dem Controlling-Team des Bereichs „Finanz- und Rechnungswesen“ zusammen und tauscht sich in einem wöchentlichen Termin aus.

Fokussiert auf das Wesentliche

Die GESOBAU richtet ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten strategisch auf Bereiche aus, die für sie besonders wesentlich sind und große Nachhaltigkeitspotenziale oder Risiken bergen. Um diese relevanten Themenbereiche systematisch zu identifizieren, führte sie eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) durch. Diese berücksichtigt sowohl mögliche positive und negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft als auch finanzielle Chancen und Risiken für die GESOBAU.

In der Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigte die GESOBAU ihre gesamte Wertschöpfungskette. Darüber hinaus wurden Stakeholder-Perspektiven und Anliegen einbezogen, etwa über Interviews, Fragebögen sowie interne und externe Quellen, um die Stakeholder angemessen in den Prozess einzubeziehen.

Die GESOBAU hat zunächst eine Liste potenziell relevanter Nachhaltigkeitsthemen erstellt, die unter anderem auf den ESRS basierte, aber auch spezifische wohnungswirtschaftliche Themen berücksichtigt. Die Themen dieser Liste hat sie anhand der Ergebnisse der Stakeholder-Beteiligung priorisiert, die durch die Expertise der internen Fachbereiche ergänzt wurden. Das Kernprojektteam der Wesentlichkeitsanalyse, bestehend aus vier Mitarbeitenden des Nachhaltigkeitsmanagements und des Finanz-Controllings, hat daraufhin in Workshops mit den Fachbereichen die Auswirkungen, Chancen und Risiken (Impacts, Risks and Opportunities, IROs) analysiert. Die Wesentlichkeit der identifizierten IROs wurde quantitativ anhand ihres Schweregrads sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die so entstandene IRO-Shortlist wurde daraufhin von GESOBAU-Expert*innen validiert, ergänzt und angepasst.

Als Endergebnis dieses umfassenden Prozesses hat die GESOBAU folgende wesentliche Themen festgelegt:

  • Klimaschutz (ESRS E1)
  • Arbeitskräfte des Unternehmens (ESRS S1)
  • Unternehmensführung (ESRS G1)
  • Sozialverträgliche Mieten (unternehmensspezifisch)
  • Breites Wohnungsangebot (unternehmensspezifisch)
  • Wirtschaftliche Stabilität (unternehmensspezifisch)

Aus diesen Ergebnissen konnte die GESOBAU relevante Erkenntnisse für die Nachhaltigkeitsstrategie und das Berichtswesen ableiten sowie vorhandene Datenlücken ausmachen. Zudem wurden zugehörige Aspekte der wesentlichen Themen in die vier strategischen Handlungsfelder, nach denen die GESOBAU ihr Nachhaltigkeitsmanagement steuert, integriert.

VSME B2VSME C2

Vier Handlungsfelder für Nachhaltigkeit

Die nachhaltige Ausrichtung der GESOBAU basiert auf vier Handlungsfeldern. Diese decken alle wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der GESOBAU ab und berücksichtigen dabei nationale und internationale Regularien ebenso wie landespolitische Gesetze und Vereinbarungen, insbesondere in Bezug auf die Kooperationsvereinbarung mit dem Land Berlin.

Diese vier Handlungsfelder der GESOBAU vereinen in sich jeweils soziale, ökologische und ökonomische Aspekte, die es gilt, in Einklang zueinander zu bringen.

Um eine konsequente nachhaltige Entwicklung entlang dieser Handlungsfelder voranzutreiben, sind überprüfbare kurz- und mittelfristige Ziele sowie konkrete Maßnahmen in einem umfassenden Nachhaltigkeitsprogramm festgehalten (vgl. Unser Nachhaltigkeitsprogramm 2025+).

Der Fortschritt im Jahr 2025 in diesen vier Handlungsfeldern ist in den folgenden Kapiteln ausführlich dargestellt.

imug Rating

Die GESOBAU AG wurde von imug rating zertifiziert und hat im Nachhaltigkeitsrating 2023 die Note „sehr gut” (mit 85 von 100 möglichen Punkten) erhalten. Untersucht wurden drei Bereiche: ESG-Management, Produkte und Dienstleistungen sowie Kontroversen. Das Rating 2023 richtet sich an den zu diesem Zeitpunkt gültigen CSRD-/ESRS-Vorgaben aus. Auch für 2022 wurde die GESOBAU AG von imug bewertet und erreichte ebenfalls die Benotung „sehr gut” (88/100 Punkten).

letztes Kapitel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

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