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Berliner Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der GESOBAU AG haben sich mit der…...
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Prognose und Weiterentwicklung der erfolgreichen Strategie

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bleibt auch im Jahr 2026…...
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Wirtschaftsbericht

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist im Jahr 2025 weiterhin…...
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Beteiligung und Kooperationen

Eine verantwortungsvolle Wohnungswirtschaft bedeutet für die GESOBAU, die Beteiligung der…...
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Lebenswerte Quartiere

Als landeseigenes Wohnungsbauunternehmen schafft die GESOBAU nicht nur sozial verträglichen…...
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Zusammen­­gefasster Lage­bericht der Gesell­schaft und des Konzerns 

für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2025

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftstätigkeit des Konzerns

Die GESOBAU AG (GESOBAU oder die Gesellschaft) versorgt als städtisches Wohnungsbauunternehmen entsprechend ihrem satzungsgemäßen Auftrag breite Bevölkerungsschichten mit bezahlbarem Wohnraum. Der Schwerpunkt der Konzerntätigkeit liegt in der Bewirtschaftung von 48.784 eigenen Wohnungen, 885 Gewerbeobjekten sowie 715 Wohnungen für Dritte. Neben der sozialen Verantwortung in den Quartieren und der Erhaltung und Modernisierung des Bestands gehört der Neubau zu den Kernaufgaben, um die steigende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum zu decken. Grundlage hierfür ist unter anderem die mit dem Senat abgeschlossene Kooperationsvereinbarung „Leistbare Mieten, Wohnungsneubau und soziale Wohnraumversorgung“.

Die GESOBAU gestaltet Lebensräume, die für die Menschen in den Quartieren wertvoll sind. Bei Neubauprojekten setzt die Gesellschaft auf frühzeitige Partizipation, um Meinungen, Erfahrungen und Anregungen der Bewohner*innen einzubeziehen. Ziel ist es, das Miteinander in den Quartieren zu fördern, soziale Integration zu stärken und die Quartiere geschlechts-, kultur- und generationsübergreifend lebendig und barrierefrei zu gestalten. Zudem fließen Aspekte wie Nachhaltigkeit, energiesparende Gebäude und klimaresiliente Quartiersplanung in die Projekte ein.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind feste Bestandteile der Unternehmensstrategie. Durch umweltfreundliches und klimaschonendes Bauen leistet die Gesellschaft einen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Die Investitionen in den Bestand werden konsequent fortgeführt: Energetische Modernisierungen, die Umstellung fossiler Heizsysteme auf erneuerbare Energien und klimaschonendere Heizungssysteme erfolgen kontinuierlich, um die vereinbarte Klimaneutralität zu erreichen. Wo technisch möglich, werden die Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen; alternativ kommen Wärmepumpen zum Einsatz. Die dafür erarbeitete Klimastrategie wird regelmäßig fortgeschrieben und an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst. Am 27. Januar 2026 unterzeichnete die GESOBAU den Klimapakt 2025–2030 des Landes Berlin und verpflichtet sich damit zu konkreten CO₂-Einsparzielen, um die Klimaschutzziele des Landes aktiv zu unterstützen.

Bereits seit dem Jahr 2012 wendet das Unternehmen den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) an. Seit dem aktuellen Berichtsjahr richtet die GESOBAU ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung am neuen freiwilligen EU-Berichtsstandard VSME aus.

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Berlin bleibt hoch, da die Einwohnerzahl weiterhin leicht steigt. Vor diesem Hintergrund soll der städtische Wohnungsbestand bis 2026 auf 400.000 Wohnungen ausgebaut werden. Die GESOBAU trägt aktiv dazu bei, diesen Ausbau voranzutreiben, und erweitert ihren Bestand seit 2014 kontinuierlich durch Neubau und gezielte Ankäufe.

Digitalisierung hat bei der GESOBAU eine lange Tradition und ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und -entwicklung. Die Digitalisierungsstrategie definiert Handlungsfelder sowie kurz-, mittel- und langfristige Projekte, um Prozesse effizienter, transparenter und nutzerfreundlicher zu gestalten. Ein Beispiel ist die Mieter-App, die rechnerisch von rund zwei Dritteln der Mieterhaushalte genutzt wird und Funktionen wie die Dokumentation wichtiger Unterlagen, Echtzeitablesen von Verbrauchswerten, Schadensmeldungen und Terminvereinbarungen bietet. Seit November 2025 unterstützt der KI-basierte Voicebot Clara bei telefonischen Anfragen von Mieter*innen und erweitert damit den Service der GESOBAU durch innovative KI-Technologie.

1.2 Rechtliche Konzernstruktur

Der GESOBAU-Konzern umfasst zum 31. Dezember 2025 die folgenden konsolidierten Gesellschaften:

GESOBAU AG
(nachfolgend GESOBAU)

GESOBAU Geschäftsführung GmbH
(nachfolgend GESOBAU Geschäftsführung)

GESOBAU Wohnen GmbH & Co. KG
(nachfolgend GESOBAU Wohnen)

aktiva Haus- und Wohnungseigentumsverwaltung GmbH
(nachfolgend aktiva)

berlinwohnen Hausmeister GmbH
(nachfolgend bw Hausmeister)

berlinwohnen Messdienste GmbH
(nachfolgend bw Messdienste)

IDUNA Grundstücksentwicklungs GmbH
(nachfolgend IDUNA)

Entwicklungsgesellschaft ­Elisabeth-Aue GmbH
(nachfolgend Entwicklungsgesellschaft)

Die zentralen Managementaufgaben, die Konzernsteuerung sowie die strategischen Funktionen sind bei der Konzernobergesellschaft GESOBAU gebündelt. Alleinige Gesellschafterin der GESOBAU ist das Land Berlin. Zwischen der GESOBAU und der GESOBAU Geschäftsführung, der aktiva, der bw Hausmeister sowie der bw Messdienste bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge.

Gegenstand der GESOBAU Geschäftsführung ist die Übernahme der Geschäftsführung und die Verwaltung der Beteiligung an der ­GESOBAU Wohnen, deren Tätigkeitsschwerpunkt im Betreiben von Immobiliengeschäften jeglicher Art liegt.

Die aktiva ist mit der Verwaltung von Haus- und Wohneigentum sowie damit verbundenen Dienstleistungen betraut; hierzu zählen insbesondere der Erwerb, die Errichtung, der Betrieb und die Unterhaltung von Kabelnetzanlagen in Gebäuden sowie die Vermittlung von Wohnungs- und Gewerbemietverträgen.

Die bw Hausmeister und die bw Messdienste erbringen im Wesentlichen wohnbegleitende Dienstleistungen ausschließlich für die ­GESOBAU und deren Tochterunternehmen und leisten damit einen Beitrag zur Wertschöpfung im Bereich der Bestandsbewirtschaftung.

Die bw Messdienste erbringt Mess- und Wartungsdienstleistungen; hierzu zählen insbesondere der Einsatz fernauslesbarer Funkmesstechnik zur Verbrauchserfassung als Grundlage der verbrauchsabhängigen Nebenkostenabrechnung sowie die Ausstattung und Wartung fernwartbarer Funkrauchwarnmelder in den Liegenschaften des Konzerns.

Die berlinwohnen Hausmeister erbringt die Hausmeisterdienstleistungen für den Wohnungsbestand des Konzerns. Sie sichert durch ihre Präsenz in den Quartieren den ordnungsgemäßen Zustand und die Funktionsfähigkeit der Wohnanlagen. Als erste Ansprechpartner*innen vor Ort leisten die Hausmeister*innen einen wesentlichen Beitrag zur Werterhaltung des Bestands, zur Servicequalität gegenüber den Mieter*innen sowie zur Stabilität der Quartiere.

Die strategische Ausrichtung der Entwicklungsgesellschaft sowie der IDUNA liegt in der Entwicklung von Grundstücksflächen.

Die Beteiligungen sind im Anhang im Einzelnen dargestellt.

1.3 Steuerungssystem

Das finanzielle Steuerungssystem der ­GESOBAU ist an den Interessen und Anforderungen der Gesellschafterin ausgerichtet und bildet die Grundlage für eine wertorientierte Unternehmensführung. Zentrale Elemente sind die ein­jährige Wirtschaftsplanung sowie eine rollierende Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von weiteren vier Jahren.

Die geplanten Zielgrößen werden im Rahmen eines regelmäßigen Berichtswesens fortlaufend überwacht und mittels Abweichungsanalysen mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung verglichen. Auf Basis quartalsweiser Prognosen werden bei erkennbaren Planabweichungen frühzeitig Steuerungsmaßnahmen eingeleitet.

Das interne Kontrollsystem umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen und internen Vorgaben.

In den integrierten Regelkreis aus Planung, Steuerung und Kontrolle sind zudem das Risikomanagementsystem sowie die Portfolioanalyse eingebunden. Diese unterstützen die frühzeitige Identifikation wesentlicher Chancen und Risiken und tragen zu einer nachhaltigen Steuerung des Immobilienbestands und der Geschäftsentwicklung bei.

1.4 Portfoliosteuerung: Wohnungs­neubau, Ankäufe, Modernisierung

Die Portfoliosteuerung der GESOBAU ist auf die wirtschaftlich tragfähige, nachhaltige und langfristige Entwicklung des Immobilienbestands ausgerichtet. Zentrale Investitionsschwer­punkte bilden der Wohnungsneubau, Nachverdichtungen, der gezielte Ankauf von Beständen sowie die kontinuierliche Modernisierung bestehender Wohnanlagen. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum zu sichern, die Qualität der Bestände zu erhöhen und zugleich einen Beitrag zu den klima- und energiepolitischen Zielsetzungen des Landes Berlin zu leisten.

Neben gesellschaftlichen Entwicklungen und den Bedarfen unterschiedlicher Nutzergruppen werden bei Investitionsentscheidungen ökologische Standards, Energieeffizienz und Klimaschutzaspekte berücksichtigt. Die Modernisierungsstrategie umfasst sowohl energetische Maßnahmen als auch Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen zur Sicherung der Gebrauchstauglichkeit, der Wohnqualität und des Substanzerhalts der Bestände. Energetische Anforderungen, wirtschaftliche Tragfähigkeit und die Sicherstellung sozialverträglicher Mieten stehen dabei teilweise in einem Zielkonflikt, der im Rahmen der Investitions- und Projektsteuerung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, technischer und sozialer Aspekte abgewogen wird. Die Maßnahmen dienen insgesamt der Reduzierung von CO₂-Emissionen, der Verbesserung der energetischen Kennwerte und der schrittweisen Anpassung des Bestandes an künftige regulatorische Anforderungen. Sie tragen damit zur langfristigen Werthaltigkeit des Portfolios bei. In diesem Zusammenhang hat die GESOBAU den Klimapakt 2025–2030 des Landes Berlin mitunterzeichnet und sich zu konkreten CO₂-Einsparzielen und damit zur aktiven Unterstützung der Klimaschutzziele des Landes verpflichtet.

Die Umsetzung der Investitionsstrategie erfolgt unter zunehmend anspruchsvolleren Rahmenbedingungen. Langwierige und komplexe Genehmigungsverfahren sowie gestiegene Bau‑, Material-, Personal- und Energiekosten u. a. infolge geopolitischer Entwicklungen sowie ein erhöhtes Zinsniveau beeinflussen die Wirtschaftlichkeit von Projekten maßgeblich. Vor diesem Hintergrund gewinnen eine stringente Projektpriorisierung sowie ein aktives Kosten- und Risikomanagement an Bedeutung und sind fester Bestandteil der Investitions- und Finanzsteuerung des Konzerns.

Mit ihrer Neubauoffensive leistet die GESOBAU einen wesentlichen Beitrag zur Wohnraumversorgung in Berlin und stellt qualitativ hochwertigen und dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2025 konnten 313 neu errichtete Wohnungen (Vorjahr: 664) in den Bestand übernommen werden. Darüber hinaus wurde der Wohnungsbestand durch den Ankauf von Immobilien um weitere 118 Wohnungen (Vorjahr: 162) erhöht. Die angekauften Objekte befinden sich in der Dietzgenstraße 76–86 (gerade) sowie in der Oranienburger Straße 57/58.

Fertiggestellte Neubaumassnahmen im Jahr 2025 Anzahl der Wohnungen
Beate-Hahn-Str. 10–16 ger., Marianne-Foerster-Str. 7–11 223
Dachgeschossausbauten / Veränderung durch Teilung 90
Summe 313

Bei Neubauprojekten werden regelmäßig Wohnungsbaufördermittel (WFB) des Landes Berlin eingesetzt. Diese ermöglichen die Umsetzung sozial ausgewogener Mietstrukturen und tragen zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Projekte bei.

Für das Jahr 2026 sind Neubautätigkeiten mit einem Volumen von 401 Wohnungen vorgesehen; weitere 1.810 Wohnungen befinden sich in unterschiedlichen Planungs- und Vorbereitungsphasen. Neben der quantitativen Ausweitung des Wohnungsangebots stehen architektonische Qualität, nachhaltiger Städtebau sowie die Integration in bestehende Quartiersstrukturen im Fokus. Die frühzeitige Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ist dabei fester Bestandteil der Projektentwicklung.

1.5 Mitarbeitende

Im GESOBAU-Konzern sind zum Bilanzstichtag 582 Mitarbeitende einschließlich Aushilfen sowie Praktikant*innen (Vorjahr: 555) beschäftigt. Der Frauenanteil betrug 55,0 %; der Anteil schwerbehinderter Mitarbeitender lag bei 4,5 %. Mit einer Auszubildendenquote von 9,3 % investiert der Konzern zielgerichtet in die Nachwuchsentwicklung. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer betrug 9,7 Jahre.

Zur Sicherung stabiler und zukunftsfähiger Beschäftigungsstrukturen werden vielfältige personalwirtschaftliche Maßnahmen umgesetzt. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Gesundheitsförderung, die Aus- und Weiterbildung, die Gleichbehandlung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mit ihren fachlichen Kompetenzen, ihrem Know-how und ihren vielfältigen Talenten leisten die Mitarbeitenden einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und Leistungsfähigkeit der GESOBAU.

Die GESOBAU in Zahlen & Fakten 2025

(Stand 31.12.2025)

Am Jahresende 2025 waren 54 Auszubildende und Studierende an Berufsakademien bei der GESOBAU beschäftigt. Die Nachwuchsausbildung basiert auf einem klar strukturierten Zusammenspiel aus einem spezialisierten Ausbildungsteam, einer zeitgemäßen technischen Ausstattung und der fachlichen Begleitung durch qualifizierte Mentor*innen. Dieses Zusammenspiel bildet die Grundlage für eine fundierte fachliche und methodische Qualifizierung von Beginn an. Das Ausbildungsprogramm wird durch ein umfassendes Angebot an Schulungen, internen Seminaren und gezielten Prüfungsvorbereitungen sowie durch ein etabliertes Mentoring- und Azubi-Paten-Programm ergänzt. Darüber hinaus werden die Auszubildenden und Studierenden in abteilungsübergreifende Projekte, in Ausschüsse für Digitalisierung und Innovationsmanagement sowie in Projekte der GESOBAU-Stiftung eingebunden und erwerben so frühzeitig Kompetenzen im eigenverantwortlichen Arbeiten sowie in der Organisation und Steuerung von Arbeitsprozessen.

Die hohe Qualität der Nachwuchsausbildung wurde erneut durch die Auszeichnung der ­GESOBAU AG mit dem IHK-Siegel für exzellente Ausbildungsqualität bestätigt, das dem Unternehmen bereits zum vierten Mal in Folge verliehen wurde. Die hohe Übernahmequote belegt zudem den Erfolg der Ausbildung als Instrument der nachhaltigen Fachkräftesicherung.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bleiben die gezielte Nachwuchsentwicklung ebenso wie die langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeitender zentrale Handlungsfelder der Personalstrategie.

Seit dem 1. Januar 2016 gilt für neu zu besetzende Aufsichtsratsposten in börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen eine gesetzliche Geschlechterquote von 30 %. Darüber hi­naus ist seit dem 12. August 2021 gesetzlich geregelt, dass der Vorstand einer börsennotierten und voll mitbestimmten Aktiengesellschaft, der aus mehr als drei Mitgliedern besteht, künftig mindestens eine Frau und einen Mann als Mitglied haben muss. Gemäß Satzung wendet die GESOBAU AG als Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin das Landesgleichstellungsgesetz zur Gleichstellung von Männern und Frauen im Berliner Landesdienst (LGG) analog an. Die Berufung der Aufsichtsräte (Kapitalseite) erfolgt durch den Gesellschafter, die Bestellung der Vorstände und der Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften erfolgt durch den Aufsichtsrat. Beide unterliegen den Bestimmungen des LGG.

Angaben zur Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat

Das LGG sieht eine geschlechtsparitätische Besetzung des Aufsichtsrates vor. Der Aufsichtsrat der GESOBAU setzt sich gemäß § 8 der Satzung der GESOBAU aus sechs von der Hauptversammlung zu wählenden Mitgliedern, davon ein Mitglied gemäß Wohnraumversorgungsgesetz, und drei von den Arbeitnehmer*innen entsprechend den Regelungen des Drittelbeteiligungsgesetzes zu wählenden Mitgliedern zusammen. Der Aufsichtsrat bestand im Jahr 2025 zunächst aus fünf Frauen und vier Männern – durch einen unterjährigen Wechsel setzte er sich zum Geschäftsjahresende aus vier Frauen und fünf Männern zusammen. Der Frauenanteil lag damit zum Geschäftsjahresende bei 44,4 %.

Angaben zu den Zielgrößen für den Frauenanteil in Leitungspositionen

Dem Aufsichtsrat der GESOBAU wurde das Zielbild 2025 über das Gremienportal zur Kenntnis gegeben. Neben anderen Zielen wird für das Jahr 2025 eine Zielmarke für den Frauenanteil in Leitungspositionen von 50 Prozent festgelegt; wobei hierfür die vorstehenden Regelungen des LGG zu beachten sind. Dementsprechend gilt für jede Führungsebene ein anzustrebender Zielwert von 50 Prozent.

Der Anteil von Frauen in Bezug auf die vorgenannten Leitungspositionen lag 2025 bei 45,5 %.

In Bezug auf die einzelnen Leitungsebenen ergibt sich folgendes Bild:

  ANTEIL FRAUEN ANTEIL MÄNNER
FÜHRUNGSEBENE Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Erste Leitungsebene (Vorstand) 0 0 % 2 100 %
Zweite Leitungsebene        
Stabsstellen- und Bereichsleitung 4 40 % 6 60 %
Geschäftsführung Tochterunternehmen 3 33 % 6 67 %
Dritte Leitungsebene 13 57 % 10 43 %

Die GESOBAU hat als erstes städtisches Wohnungsbauunternehmen in Berlin eine Frauenvertretung eingerichtet und einen Frauenförderplan (zuletzt aktualisiert im November 2021) erstellt. Die Frauenvertreterin wacht über die Anwendung sowie Einhaltung des LGG. Sie ist an allen Besetzungsverfahren (unabhängig von den Führungsebenen) konzernweit beteiligt.

Das Thema Diversity ist von der Rekrutierung bis zur Führungskräfteentwicklung fest in den Personalprozessen der GESOBAU verankert und stellt einen wesentlichen Bestandteil der Personalarbeit dar. Ziel ist es, die kontinuierliche berufliche und persönliche Weiterentwicklung aller Mitarbeitenden zu fördern und ein wertschätzendes sowie diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld sicherzustellen.

Die GESOBAU ist seit 2007 Unterzeichnerin der „Charta der Vielfalt“ und bekennt sich damit zu Chancengleichheit und Vielfalt in der Arbeitswelt. Durch interne und externe Veranstaltungen wird der fachliche und persönliche Austausch zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften gefördert und das soziale Mitei­nander im Unternehmen nachhaltig gestärkt.

Der Personalaufwand im Konzern lag unter Berücksichtigung tariflicher Lohn- und Gehaltsanpassungen im Geschäftsjahr 2025 bei 39,8 Mio. Euro.

1.6 Nachhaltigkeit

Für die GESOBAU ist Nachhaltigkeit seit 2011 nicht nur ein abstraktes Konzept, sondern ein zentraler Wertekompass und Bestandteil des Leitbildes. Ziel ist es, einen positiven Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten – sowohl im Kerngeschäft der Wohnungsbewirt­schaftung als auch innerhalb der Organisation selbst. Nachhaltigkeit ist daher fest in der Unternehmensstrategie und -kultur verankert und wird durch ein systematisches Nachhaltig­keitsmanagement unterstützt.

Bei der Umsetzung wird darauf geachtet, dass alle gesetzlichen Vorschriften und verbindlichen Vereinbarungen eingehalten werden. Darüber hinaus orientiert sich die GESOBAU an freiwilligen Rahmenwerken, die als Leitlinien für das nachhaltige Handeln dienen und in die Strategie integriert sind. Als kommunales Unternehmen sucht die GESOBAU aktiv nach innovativen Ansätzen, um eine Wirtschaftsweise zu fördern, die die Lebensgrundlagen heutiger und zukünftiger Generationen sichert.

Die Herausforderung besteht darin, ökonomischen Erfolg, soziale Verantwortung und ökologische Verträglichkeit in Einklang zu bringen. In den Nachhaltigkeitsberichten werden die Maßnahmen und Fortschritte in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitende transparent dargestellt. Das Engagement für Nachhaltigkeit wird von allen Mitarbeitenden gelebt – sowohl nach innen im Unternehmen als auch nach außen. Beispielhaft zeigt sich dies darin, dass soziales Engagement als eines der zentralen Unternehmensziele fest verankert ist und in vielfältige Projekte, wie etwa die ­GESOBAU-Stiftung oder Initiativen zur Quartiersentwicklung, eingebunden wird.

Darüber hinaus umfasst das Nachhaltigkeitsengagement der GESOBAU weitere Elemente, die die langfristige Werthaltigkeit der Wohnungsbestände sichern: energieeffiziente Modernisierungen, ressourcenschonende Bauprojekte, Förderung klimafreundlicher Mobilität sowie Programme zur nachhaltigen Quartiersentwicklung. Auf diese Weise werden ökologische, soziale und ökonomische Zielsetzungen miteinander verzahnt, wobei die Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Mietenden und der Gesellschaft gleichermaßen berücksichtigt wird.

1.7 Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Interesse der Gesellschaft sowie im Einklang mit den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung eng und vertrauensvoll zusammen. Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus zwei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, von denen drei von den Mitarbeitenden gewählt werden.

Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich und führt deren Geschäfte mit dem Ziel einer nachhaltigen und wertorientierten Unternehmensentwicklung. Die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands ist in einem vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsverteilungsplan geregelt.

Der Aufsichtsrat bestellt gemäß Satzung die Mitglieder des Vorstands und entscheidet über deren Anzahl. Er erlässt zudem eine Geschäftsordnung sowie einen Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand. Die Geschäftsordnung enthält insbesondere einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte, der eine angemessene Einbindung des Aufsichtsrats in wesentliche unternehmerische Entscheidungen sicherstellt. Jedes Vorstandsmitglied ist berechtigt und auf Verlangen verpflichtet, an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilzunehmen.

Die Vorsitzende des Aufsichtsrats koordiniert die Arbeit des Gremiums, bereitet die Sitzungen vor, leitet diese und vertritt den Aufsichtsrat nach außen. Sie steht in regelmäßigem Austausch mit dem Vorstand, insbesondere zur Erörterung aktueller Entwicklungen, wesentlicher Fragestellungen und zur Vorbereitung von Beschlussfassungen.

Der Vorstand nimmt regelmäßig an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil und berichtet diesem schriftlich und mündlich über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage, die Planung sowie über wesentliche Chancen und Risiken der Gesellschaft. Die für die Beschlussfassung erforderlichen Unterlagen werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats spätestens drei Wochen vor den Sitzungen zur Verfügung gestellt. Ergänzend findet vor den Sitzungen ein Vorgespräch der Arbeitnehmervertreter*innen mit dem Vorstand statt, in dem Sachverhalte näher erläutert und Fragen beantwortet werden. Im Berichtsjahr fanden vier turnusgemäße Sitzungen sowie eine konstituierende und eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt.

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig, mindestens einmal jährlich, die Effizienz und Wirksamkeit seiner Tätigkeit. Zuletzt hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2025 eine entsprechende Effizienzprüfung vorgenommen.

Zur Vorbereitung und Ergänzung seiner Arbeit hat der Aufsichtsrat einen Personalausschuss sowie einen Finanz- und Grundstücksausschuss gebildet. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern (Vorjahr: drei) und bereitet insbesondere die Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der Ausgestaltung der Anstellungsverträge und der Vergütung vor. Der Finanz- und Grundstücksausschuss besteht aus vier Mitgliedern (Vorjahr: vier) und unterstützt den Aufsichtsrat insbesondere bei der Überwachung der Rechnungslegung, der Finanzlage sowie bei wesentlichen Investitions- und Grundstücksangelegenheiten. Er nimmt zugleich die Aufgaben des Prüfungsausschusses wahr. In beide Ausschüsse ist jeweils ein Vertreter der Arbeitnehmer*innen entsandt.

1.8 Wechsel in den Organen

Im Berichtsjahr kam es zu Veränderungen im Vorstand: Jörg Franzen schied auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2025 aus dem Unternehmen aus. Er hatte zuvor die Funktion des Vorstandsvorsitzenden inne. Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 wurde Lars Holborn zum neuen Mitglied des Vorstands bestellt.

Auch im Aufsichtsrat gab es Veränderungen: Im Rahmen der turnusmäßigen Neuwahlen wurden auf Arbeitnehmerseite zwei Mitglieder neu bestellt.

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